Yes. Human reason can know God with certainty.
The world cannot have its origin and its destination within itself. In everything that exists, there is more than we see. The order, the beauty, and the development of the world point beyond themselves toward God. Every man is receptive to what is true, good, and beautiful. He hears within himself the voice of conscience, which urges him to what is good and warns him against what is evil. Anyone who follows this path reasonably finds God.









"Gott kann mit der Vernunft erkannt werden", es hängt also nicht von unseren Gefühlen ab, oder von unserer "Meinung" ob Gott existiert, sondern Er ist die objektive Wahrheit die von dem Menschen, den Gott als sein Abbild schuf (Gn 1,27), in begrenzenter aber ausreichender Weise erkannt werden kann. Natürlich braucht der Mensch Glauben - Geschenk Gottes - aber er darf seine Vernunft - Geschenkt Gottes - nicht vergessen, um nicht in den bindungslosen Relativismus verfallen. (ich schreibe Dir dies, weil ich selbst dazu neige so zu denken wie Du. Danke)
Lediglich die Existenz Gottes verstandesmäßig zu erschließen ist für mich genau so bedeutsam wie die Tatsache, dass die Existenz von Schwarzen Löchern im Weltall von Astrophysikern verstandesmäßig erschlossen und errechnet wurde, *bevor* man sie beobachten konnte. Faszinierend, aber von rein akademischem Interesse. Für das Leben bringt das noch nichts.
Deshalb halte ich solche philosophischen Gedankengänge zwar nicht für falsch, im Youcat aber für fehl am Platze.
Dabei halte ich die drei Pfund graue Masse, die ständig mit mir herumzutragen mir der Schöpfer auferlegt hat, für eine ganz zweckmäßige Einrichtung, um Beobachtungen zu deuten und Sachverhalte zu analysieren. Aber das kann den Glauben bestenfalls ergänzen und das religiöse Wissen vertiefen.
Den Glauben selbst könne wir nur als Geschenk annehmen. Alles andere wäre ja auch eine Anmaßung gegenüber Gott. Wo kämen wir hin, wenn wir Gott erschließen könnten wie eine mathematische Formel!?
Philosophie ist von Anfang an Teil der christlichen Theologie, weil es für das Christentum gerade wichtig ist, dass der Glaube vernünftig ist.
Frage 66 (die hier eigentlich nicht behandelt wird) beruht dagegen klar auf der biblischen Offenbarung. Die Anfrage nach dem Leid streift die Frage der Theodizee, die tatsächlich sehr schwierig ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie (theologisch) nicht beantwortet werden kann. Nach christlicher Überzeugung liegt hier jedenfalls kein "Fehler in der Schöpfung" vor.