Mi., 20. Juli 2022Lesezeit 10 minFather Hans Buob

17. Sonntag

Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien im Lesejahr C

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Bibelstellen


Lukas 11,1-13

Und es geschah: Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat! Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen! Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung! Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen und ich habe ihm nichts anzubieten!, wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder welcher Vater unter euch, den der Sohn um einen Fisch bittet, gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

Biblische Predigten


„Und es geschah: Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat!“ (vgl. Vers 1)

In diesem Evangelium wird Jesus als Beter vorgestellt. Er lehrt uns hier ein Gebet, das wir normalerweise von Kindheit an kennen. Im Gebet erhält Jesus Offenbarungen. Das nehmen die Jünger wahr als ein ganz neues Beten und daran wollen sie teilhaben. Jesus wird auch hier wieder mit Johannes verglichen: Dieser hat ja ebenfalls seine Jünger gelehrt. Aber Jesus ist der unüberbietbare Lehrer. Er ist der Kyrios, der göttliche Herr. Deswegen bitten ihn seine Jünger: „Herr, lehre uns beten“.

„Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.“ (vgl. Vers 2)

Die Anrede Gottes als „Vater“ ist die Seele des ganzen Gebetes und will eigentlich bei jeder Bitte mitbedacht werden. Man müsste sie eigentlich bei jeder Bitte hinzufügen: Vater, dein Name werde geheiligt. Vater, dein Reich komme. Vater, gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Vater, erlass uns unsere Sünden. Vater, führe uns nicht in Versuchung. Dieses Wort „Vater“ spricht einen Gott an, dessen innerstes Wesen eben dieses Vater-Sein ist und der sich als Vater seinem Sohn mitteilt. Diese Anrede als Vater setzt deshalb eine Offenbarung des Vaters voraus: Die Jünger müssen zuerst wissen, wer dieser Vater ist, damit sie so beten können. Weil er ihnen den Vater aber schon erklärt hat, kann Jesus sie das Gebet lehren.

Da Jesus bei Lukas immer nur von seinem Vater spricht, ist dieses Gebet eine Einladung Jesu an seine Nachfolger, an seinem eigenen Gottesverhältnis (vom Sohn zum Vater) Teil zu haben. Und diese Bitten sind ja wie ein Lobpreis. „Dein Name werde geheiligt.“ Hier überschlägt sich der Wille vom Lobpreis schon im Ansatz und wird zu einem Wunsch, der schon um die Erfüllung weiß, da der Vater sich ja in seiner Königsherrschaft offenbaren will. Hier werden also Bitten ausgesprochen, die ganz sicher in Erfüllung gehen, da sie ganz dem Willen des Vaters entsprechen.

„Dein Name werde geheiligt“: Im Alten Testament wird vorausverkündet, dass der Name Gottes allen Völkern bekannt werden soll. Hinter seinem Namen verbirgt sich natürlich Gott selbst. Der Name steht für die Person, für das Wesen dessen, der ihn trägt. Jahwe ist das Wesen Gottes. Der Name Gottes soll nicht mehr durch Sünde entweiht werden. Er soll nicht mehr gelästert werden. Alle folgenden Wünsche und Bitten im „Vater unser“ ermöglichen eigentlich diesen Einleitungswunsch, dass sein Name geheiligt werde. Denn wenn sein Reich kommt, wird sein Name geheiligt. Wenn der Wille Gottes geschieht, wird sein Name geheiligt. Die anderen Bitten könnte man daher folgendermaßen zusammenfassen: Führe du, Vater, einen Zustand herauf, in dem Deine Heiligkeit offenbar wird, in dem dein Reich kommt, dein Heilswille geschieht und Vergebung unter den Menschen möglich wird.

Bei der zweiten Bitte „Dein Reich komme“ geht es um das Kommen der basileia, der Gottesherrschaft. Im Griechischen ist hier nicht unbedingt ein immer erneutes Kommen gemeint, sondern dass eigentliche, einmalige Kommen, die letzte Ankunft Gottes, dieses endgültige Ziel, auf das wir alle zugehen: der Anbruch dieser Gottesherrschaft. Es geht bei dieser Bitte um das zentrale Anliegen Jesu für das Hier und Heute: die Verkündigung der Gottesherrschaft, des Gottesreiches. Darum benutzt Jesus auch immer wieder Vergleiche, die die Gottesherrschaft, die dieses Gottesreich erklären sollen (Senfkorn usw….) So ist das zentrale Anliegen Jesu bei der Verkündigung auch die Mitte dieses Gebets. „Dein Reich komme“. Zwar geht es hier um das Kommen des Reiches am Ende der Zeiten, aber gleichzeitig ist dieses Reich Gottes schon in uns anwesend. Es geht bei dieser Bitte um das Kommen des Reiches Gottes um das zentrale Anliegen für das Hier und Heute, denn der endgültige, volle Anbruch des Reiches Gottes ist das Wichtigste. Auf dieses Ziel hin leben wir. Das Reich Gottes, das einmal vollkommen offenbar werden wird, soll schon hier und heute in uns beginnen. Es ist schon anwesend und wächst in uns und unter uns, aber die Sehnsucht des so Betenden geht auf die volle Erfüllung der Bitte in der Wirklichkeit des Reiches Gottes. Und im Griechischen kommt ganz klar zum Ausdruck, dass es um eine Bitte geht, die kein „Vielleicht“ beinhaltet, sondern eine Sicherheit. Gott selbst will das volle Anbrechen seines Reiches und wird es herbeiführen.

„Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen!“ (vgl. Vers 3)

Die drei folgenden Bitten gleichen gewissermaßen einem „SOS- Ruf“. Diese Gebetsanliegen sind die einzig nötigen für alle, die Christus folgen und auf die Königsherrschaft Jesu Christi ausgerichtet sind.

Da ist zunächst die Bitte um das für heute nötige Brot. Brot ist im Reich Gottes und in der Bibel immer ein Bild für das Lebensnotwendige, Wein immer für den Überfluss. Deshalb wird Gnade immer mit Wein verglichen. Gott gibt nicht nur ein bisschen. Er gibt immer im Überfluss. Die Bitte um das für heute nötige Brot ist ganz wichtig und wir meinen damit nicht nur das tägliche Brot, sondern alles, was wir für Geist, Seele und Leib heute brauchen, um daran mitzuwirken, dass das Reich Gottes kommt, dass der Name Gottes geheiligt wird und sein Wille geschieht.

Es geht dabei nicht darum, einen Vorrat für schlechte Zeiten anzulegen. Dieses Bild kennen wir schon aus der Erzählung vom Manna in der Wüste. Das Manna war immer nur für heute gedacht, außer beim Sabbat – da hat es für zwei Tage gereicht. Wenn die Israeliten das Manna für den nächsten Tag aufzubewahren versuchten, dann war es am andern Tag verfault. Wir sollen uns also ganz und gar auf den Herrn verlassen und auf ihn einlassen. Es geht dabei nicht um ein normales Vorsorgen im Alltag: Ich kann nicht erst morgen früh schauen, wo ein Kaufladen ist und wo ich etwas holen kann, wenn die ganze Familie Hunger hat. Das ist damit nicht gemeint. Es geht um dieses grundsätzliche Vertrauen auf den Herrn. Noch deutlicher wird das bei dem Wort Jesu: „Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.“ (Mt 6,34) Manche Leute denken immer schon an morgen und fragen sich dauernd: Was wird morgen sein? Aber ich bekomme immer nur die für heute nötige Gnade. Deshalb muss ich im Heute leben. Morgen bekomme ich wieder die Gnade für morgen, und immer so weiter. Deshalb ist es eigentlich Ausdruck meines absoluten Vertrauens, wenn ich täglich um das Nötige bitte und ganz im Heute lebe. Die Jünger sind mit Jesus unterwegs. Sie haben keinen Vorrat. Für sie ist diese Bitte ganz konkret.

„Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung!“ (vgl. Vers 4)

Bei dieser Bitte wird zunächst klar unterschieden zwischen der Vergebung unserer Sünden („amartias“ – αμαρτιασ) durch Gott und unserem Vergeben den Schuldnern gegenüber, was sie uns schuldig sind. Das ist ein großer Unterschied. Sünde ist etwas, das wir selber nicht mehr gutmachen können, wo Gott selber eintreten muss. Es kostet Jesus sein Leben, unsere Sünde zu tilgen. Das ist etwas ganz anderes als das, was Menschen uns schuldig sind. Denn das kann man zurückbezahlen, Sünde jedoch nicht.

Der Bitte an Gott um Vergebung der Sünden ist auch eine Vergebungsbeteuerung beigefügt: Im griechischen Text ist die eigene Vergebung dessen, was der andere mir schuldet, bereits erfüllte Bedingung für die Vergebung Gottes. Dadurch bitte ich Gott: So wie ich vergeben habe, was der andere mir schuldet, so vergib du mir meine Sünden, die ich selber nicht mehr gutmachen kann. Wenn ich so bete bedeutet das umgekehrt dann aber auch: Herr, ich habe meinem Schuldner nicht vergeben, deshalb brauchst Du mir meine Sünden auch nicht vergeben. Das ist eigentlich der Inhalt. Hier merken wir erst, was wir da eigentlich beten.

Das Präsens, die Gegenwartsform „jetzt wie immer schon und alle kommenden Tage“ drückt genau diesen Sinn aus: Mein Vergeben muss ein Dauerzustand sein, es ist Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Ich bin immer in der Vergebung. Deshalb bitte ich dich, Gott, dass auch du mir vergibst. Dieses „panti“ (παντι) also „allen, jedem ohne Ausnahme vergebe ich“ drückt dieses Universale und Ausnahmslose aus. Das lässt sich im Deutschen nur schwer wiedergeben. Ich vergebe jedem, immer, zu jeder Zeit und ausnahmslos.

Die letzte Bitte als Flehruf verweist auf eine große Gefahr. Es ist die Bitte um Bewahrung vor dem Fall, d.h. Abfall vom Glauben. In die Versuchungszeit der Endzeit kommt jeder von uns. Der Ausdruck „in Versuchung“ steht aber eindeutig die Einzahl ohne Artikel: „Führe uns nicht in Versuchung.“, nicht „in die Versuchung“, oder „in Versuchungen“, sondern „in Versuchung“. Es geht um Versuchung in der Nachfolge. Es sind ja die ihm nachfolgenden Jünger, die so beten. Deshalb sagt Jesus auch: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet.“ (Mt 26,41) Die Versuchung in der Nachfolge aber ist der Abfall vom Glauben. Und wir leben heute ja auch wirklich in einer Zeit des großen Abfalls. Nicht umsonst sagt Jesus: „Und wenn jene Zeit nicht verkürzt würde, dann würde kein Mensch gerettet.“ (Mt 24,22) Hier spüren wir, wie gefährdet wir alle sind und wie ernsthaft wir deshalb diese Bitte sprechen müssen: „Führe uns nicht in Versuchung.“ Lass uns nicht von diesem Glauben, von dieser Nachfolge abfallen.

„Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen und ich habe ihm nichts anzubieten!, wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht.“ (vgl. Vers 5-8)

Dann erzählt Jesus das Gleichnis vom Mann, der überraschend Besuch bekommt, aber nichts zu Hause hat, das er dem Besucher zu essen anbieten könnte und deshalb zu seinem Freund geht, der aber schon schläft. Jesus fragt dann: Ist es denkbar, dass der andere nicht aufsteht, wenn sein Freund kommt? Und selbst wenn er es nicht aus Freundschaft täte, dann doch wegen der Zudringlichkeit des Freundes, aber er wird es als Freund ohnehin tun – erst recht dann aber Gott! Der Bittende, der da Besuch bekommt und zu seinem Freund geht, will nicht mehr geliehen bekommen als das, was eine großzügige Gastfreundschaft einfach verlangt. Er will dem, der ihn besucht, das Nötige geben und darum bittet er. Er bittet nur um das Nötige und will es auch wieder zurückgeben, denn er will nur leihen.

Der angegangene Freund aber spricht von drinnen, gewissermaßen auf Distanz. Er redet ihn auch nicht mit „Freund“ an, sondern reagiert eigentlich etwas unwirsch und ohne viel Überlegung. Und er lehnt die Bitte des Freundes bewusst (im Griechischen heißt es nämlich wirklich „bewusst“) ab. Wenn er aber wirklich bewusst so handeln würde – Jesus spricht ja nur von der Möglichkeit – dann wäre ein solches Handeln unmöglich für eine wahre Freundschaft.

Die Hauptperson in diesem Gleichnis ist nicht der Bittende, der also in der Nacht zu seinem Freund geht und ihn um Brot bittet. Die Hauptperson ist vielmehr die gebetene Person, die im Haus ist und schon schläft. Aber diese Hauptperson gibt ja letztlich alles, was der Freund braucht, vielleicht auch ohne das hartnäckige Bitten und Klopfen des anderen. Es geht in diesem Gleichnis also nicht so sehr um ein hartnäckiges Bitten – wenn das auch manchmal so gesehen wird – sondern vor allem um die Großzügigkeit des Gebers.

„Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“ (vgl. Vers 9-10)

Jesus wendet jetzt das Gleichnis auf die Situation der Betenden und Bittenden an. Er fordert sie auf: „Sucht! Klopft an!“ – nämlich bei Gott. Darin drückt sich die Zuversicht auf Erlösungsgewissheit und auf Erhörungsgewissheit aus und dies ist auch die Motivation für das Klopfen und das Bitten: Gott wird es geben.

Das dem so ist, dafür gibt Jesus dann die absolute Zusicherung: „Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“ Eine absolute Zusicherung, die scheinbar aller Erfahrung widerspricht. Wie oft denken wir: Ja, wir klopfen und bitten schon so lange, aber Gott hört uns nicht. Nein, Gott erhört immer – Jesus sagt das hier ganz deutlich – aber er erhört nicht immer so, wie wir es erwarten. Wenn ich Gott bitte, erwarte ich doch von Gott, dass er, der weiß, was für mich am besten ist, mir diese Bitte so erfüllt, dass es mir zum Heil wird. Ich kann natürlich auch um etwas bitten, das mir nicht zum Heil ist, doch wird Gott das nicht erfüllen, denn sonst wäre er ja kein guter Gott.

Wenn ich bete, muss ich immer auch hinhören: Wie antwortet Gott? Was kommt jetzt?, um die Antwort auf mein Bitten auch wirklich wahrzunehmen. Wenn etwas anders kommt als ich erwartet habe, darf ich nicht sagen: Gott hat mich nicht erhört. In Wirklichkeit war die Erhörung vielleicht eine ganz andere als ich erwartet habe.

Es ist durchaus denkbar, dass Gott oft unser Bitten benutzt. Er lässt uns oft warten, weil er unser Bitten braucht, um Menschen zu retten, für die niemand mehr bittet. Wenn wir hingegen gleich erhört würden, würden wir aufhören zu beten und zu bitten. So aber lässt er uns oft lange in Treue bitten und errettet dadurch viele Menschen, für die niemand eingetreten ist. Das sollten wir immer bedenken.

Und dieses Bitten steht im engen Zusammenhang mit dem „Vater unser“. Denn dort sagen wir ja, dass wir um etwas bitten, was sicher kommt: „Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen.“ Die Erhörung ist uns sicher. Jesus bestätigt das.

„Oder welcher Vater unter euch, den der Sohn um einen Fisch bittet, gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.“ (vgl. Vers 11-13)

So wie kein Vater seinem Kind eine Schlange geben würde statt eines Fisches oder einen Skorpion statt eines Eies, so wie er also seinem Kind nichts Gefährdendes gibt, sondern nur Gutes, so will auch Gott sein Reich als Heil und nicht als Gericht bringen. Wir dürfen Gottes Kommen vertrauensvoll herbeibeten. Diesen Gott aber sprechen wir ja im „Vater unser“ mit „Vater“ an und dieser Vater ist reine Liebe. Um wie viel mehr wird er uns erhören.

Und da Jesu für uns den Hl. Geist durch sein Leiden verdient hat, sollen wir den Vater auch um diesen Hl. Geist bitten. Und dieser Hl. Geist ist für uns das Entscheidende. Und wir haben die Zusage: Er wird ihn geben. Das sagt Jesus ganz klar. Das ist das Wichtigste für unser Leben. Wir sollen täglich um den Hl. Geist bitten, denn ohne diesen Hl. Geist läuft nichts, weder in unserem alltäglichen Leben, noch in unserem geistlichen Leben. Der Hl. Geist führt das Werk Jesu fort. Wir brauchen ihn in ganz besonderer Weise. Und Jesus hat uns diese wunderbare Garantie gegeben: Wenn ihr den Vater um den Hl. Geist bittet, wird er ihn euch geben. Vergessen wir also nicht die Bitte um den Hl. Geist.