Die Mission: Begegnungen schaffen, die bleiben

Johny Alkhoueiry
6. August 2021

In seinem 2017 veröffentlichten Apostolischen Schreiben „Motu proprio: Sanctuarium in Ecclesia” lädt Papst Franziskus die großen Wallfahrtsorte der Welt ein, nicht nur touristische Besuche mit beliebten Andachten für Pilger anzubieten, sondern er fordert die Heiligtümer auch dazu auf „eine Rolle bei der Neuevangelisierung der heutigen Gesellschaft zu spielen." Den Pilgern muss etwas Neues mit auf den Weg gegeben werden. Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Lourdes und die YOUCAT Foundation haben sich 2019 an die Arbeit gemacht, um diesem päpstlichen Aufruf nachzukommen. Nach Beendigung des ersten gelungenen Kooperations-Projektes 2019 wurde ein Folgeprojekt 2020 geplant, das jedoch aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Umso glücklicher sind die vier neuen YOUCAT Missionare aus Deutschland, Libanon und Costa Rica über das diesjährige Projekt, das vom 20. Juli bis zum 20. August in Lourdes stattfindet.

Johny Alkhoueiry (20 Jahre, aus dem Libanon) berichtet über seine Erfahrungen, die er in der ersten Woche sammeln durfte:

Diese Mission hat für mich eine große Bedeutung für die christliche Hoffnung in dieser Zeit des Aufruhrs und der Krise und ich bin sehr dankbar, hier sein zu dürfen. Nach unserer Ankunft in Lourdes erkundeten wir zunächst die Orte, an denen die heilige Bernadette Soubirous lebte. Wir beteten und nahmen an den verschiedenen Angeboten des Heiligtums teil, um die Botschaft von Lourdes besser zu verstehen. Außerdem kümmerten wir uns um den Aufbau des YOUCAT Standes im Parvis Saint Bernadette, eine Zusammenkunft verschiedener katholischer Gruppierungen, die für Jugendliche und Einzelpilger verschiede Programmpunkte und Ausstellungen anbieten. Die momentan anwesenden Teams neben YOUCAT sind: Service des Vocation, CCFD Terre Solidaire, Pax Christi und Œuvres Pontificales Missionnaires.


Alle Gruppen des Parvis starten täglich mit einem gemeinsamen Morgengebet. Anschließend begibt sich jeder an seinen Stand, um Jugendliche, Familien oder Einzelpilger zu empfangen. Für größere Gruppen oder Familien gibt es auch die Möglichkeit der Teilnahme an Workshops.

Unsere Mission begann dann so richtig am Sonntag, den 25. Juli: An unserem YOUCAT for Kids Workshop nahmen zahlreiche Kinder teil, die wir mit Musik, Tanz und verschiedenen Materialien zum YOUCAT for Kids begeisterten – natürlich durften die Maskottchen Bob und Lilly, die beiden Figuren aus dem Kinderkatechismus, dabei nicht fehlen. Am Abend begrüßten wir zudem eine Gruppe sehr interessierter Jugendlicher, für die wir einen Jugendabend – bestehend aus Lobpreis, Katechisumus-Quiz und Zeugnissen – veranstalteten.

Am Dienstag, den 27. Juli, hielt ein Mitglied unseres Teams aus dem Libanon, Schwester Micheline Mansour, einen Vortrag über die Mission der Evangelisierung im Nahen Osten. Die Schwester erzählte von den Schwierigkeiten und Hindernissen, mit denen die maronitische Kirche, die sich für junge Menschen einsetzt, in ihrem täglichen Leben konfrontiert ist und zu kämpfen hat.


Der darauf folgende Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück mit anderen Gruppen des Parvis St. Bernadette. Außerdem trafen wir den Präsidenten der Hospitalité de Notre Dame de Lourdes, der uns herzlich empfing und die Arbeit der zahlreichen Freiwilligen der Hospitalité erläuterte. Das Abendprogramm war gefüllt mit einem Lobpreis- und Zeugnisabend, den wir gemeinsam mit dem Service des Vocation gestalteten.

Am Donnerstag, den 29. Juli, nahmen zwei Mitglieder unseres Teams an einer Wanderung nach Bartrès teil, wo die Hl. Bernadette die ersten zwei Jahre ihrer Kindheit verbrachte. Eine perfekte Gelegenheit, um mit zahlreichen Pilgern aus verschiedenen Ländern ins Gespräch zu kommen. Am Abend fand eine Lobpreis- und Anbetungsvigil mit jungen Menschen statt.

Wir legen all unsere Energie, unsere Kreativität und unsere Bemühungen in die Hände des Herrn und der Muttergottes von Lourdes. Wir vertrauen ihnen unsere Mission und alle Menschen, denen wir begegnen, an. Wir freuen uns auf die anstehenden Überraschungen und auf die Begegnungen der kommenden Tage. ∎