DOCAT

Soziallehre der katholischen Kirche
Der DOCAT ist eine einfach verständliche und attraktiv gestaltete Zusammenfassung der Soziallehre der Katholischen Kirche. Die Soziallehre bietet Prinzipien um wichtige Bereiche wie Familie, Beruf, Politik, Umwelt, etc. im Einklang mit dem Evangelium zu gestalten. Der DOCAT wird von der Österreichischen Bischofskonferenz offiziell herausgegeben. Mit einem Vorwort und Empfehlung von Papst Franziskus.
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  • Der DOCAT antwortet auf die Frage „Was tun“?
  • Eine Art Gebrauchsanweisung, um mit dem Evangelium erst uns selbst, dann das nächste Umfeld und am Ende die ganze Welt zu verändern
  • Auch geeignet für Schulunterricht

Ansprechende Darstellung

  • Leicht verständliche Sprache
  • Zahlreiche Illustrationen und Bilder
  • Zahlreiche inspierende Zitate

Geprüft und offiziell bestätigt

  • In mehrjährigem Praxistext wurden Texte in Kleingruppen geprüft und optimiert
  • Prüfung und Freigabe durch deutschsprachige Bischöfe und Glaubenskongregation in Rom
  • Vorwort und Empfehlung durch Papst Franziskus
Details zur Veröffentlichung:
Flexcover320 Seiten
AutorenArnd Küppers, Peter Schallenberg
Auflage1. (26. Juli 2016)
ISBN-13978-3945148068
Materialen
Den Glauben zu entdecken ist ein spannendes Abenteuer. Am besten ist es, dieses Abenteuer mit Freunden zu unternehmen und in Gruppen ("Studygroups") zusammen zu lernen.
Sitzung 1
Ein neuer Lifestyle
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Sitzung 2
Mit Liebe einen neuen Anfang machen
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Sitzung 3
Keiner ist eine Kopie – jeder ist ein Original
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Sitzung 4
Es ist genug für alle da
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Sitzung 5
Die kleinste Zelle einer gesunden Gesellschaft
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Sitzung 6
Keiner soll sagen: Ich werde nicht gebraucht ...
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Sitzung 7
Eine Wirtschaft, die den Menschen dient
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Sitzung 8
Der Staat ist für die Menschen da – nicht umgekehrt
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Sitzung 9
Die Anderen sind ein Reichtum und keine Bedrohung
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Sitzung 10
Die Erde gehört unseren Kindern und Enkeln
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Sitzung 11
Womit der Friede beginnt
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Sitzung 12
Die Liebe tun
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Sitzung 13
Ich kann etwas, was du nicht kannst ...
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Sitzung 14
Was allen hilft, hilft auch dir
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Sitzung 15
Es gibt Rechte, die nicht zur Verhandlung stehen
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Sitzung 16
Die Erde wächst zusammen
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Sitzung 17
Wenn du fliehen musst, weil deine Heimat zur Hölle wird ...
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Sitzung 18
Die Macht in guten Händen
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Sitzung 19
Auch die kleinen Kriege verhindern
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Sitzung 20
Gebt Ihr ihnen zu essen
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Sitzung 21
Null Toleranz für Korruption
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Sitzung 22
Die Welt, das gemeinsame Haus
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Sitzung 23
Ein Mensch ist Mensch von Anfang an
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Sitzung 24
Der Staat und seine Fundamente
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Sitzung 25
Das Leben ist zu kostbar für zynische Experimente
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Sitzung 26
Kinder sind sichtbar gewordene Liebe (Novalis)
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Sitzung 27
Die Armen liegen Gott am Herzen
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Sitzung 28
Ohne Handicap
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Sitzung 29
Über Männer und Frauen und was sie verbindet
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Sitzung 30
Die Erde gehört Gott und allen seinen Kindern
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Sitzung 31
Die Kunst eine Familie wachsen zu lassen
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Sitzung 32
Hilf – und dir wird geholfen
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Sitzung 33
Christliches Engagement im Mainstream der Meinungen
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Sitzung 34
Die Wurzel aller Übel
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Sitzung 35
Staat und Kirche, eine komplizierte Ehe
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Sitzung 36
Die Waffen ruhen lassen
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Liebe Jugendliche!

Mein Vorgänger, Papst Benedikt XVI., hat Euch einen Jugendkatechismus, den YOUCAT, in die Hände gegeben. Ich möchte Euch heute ein weiteres Buch übergeben, den DOCAT, der die Soziallehre der Kirche enthält.

Pope Francis wrote this foreword in 2016.

In dem Titel steckt das englische Wort „to do“, tun. Der DOCAT antwortet auf die Frage „Was tun?“ – und er ist so etwas wie eine Gebrauchsanweisung, die uns hilft, mit dem Evangelium erst einmal uns selbst, dann unser nächstes Umfeld und am Ende die ganze Welt zu verändern. Denn wir können mit der Kraft des Evangeliums die Welt wirklich verändern.

Jesus sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Viele Heilige wurden von dieser Bibelstelle bis ins Mark getroffen. Der heilige Franz von Assisi hat deswegen sein ganzes Leben geändert. Mutter Teresa hat sich über diesem Wort bekehrt. Und Charles de Foucauld bekennt: „Es gibt im ganzen Evangelium kein Wort, das auf mich einen größeren Einfluss gehabt hat und das mein Leben auf tiefere Weise verändert hat, als dieses: All das, was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Wenn ich daran denke, dass diese Worte aus dem Mund Jesu, dem ewigen Worte Gottes, stammen und dass es derselbe Mund ist, der da sagt: Dies ist mein Leib, ... dies ist mein Blut ... Wie sehr sehe ich mich dann dazu berufen, Jesus vor allem in diesen Kleinen, den Geringsten zu suchen und zu lieben.“

Liebe junge Freunde! Unsere Erde voller Terror und Gewalt kann nur die Bekehrung des Herzens menschlicher machen. Und das bedeutet Geduld, Gerechtigkeit, Besonnenheit, Dialog, Unbestechlichkeit, Solidarität mit den Opfern, den Armen und Ärmsten, Hingabe ohne Grenzen, Liebe, die für den anderen sogar in den Tod geht. Wenn Ihr das ganz tief verstanden habt, dann könnt Ihr als engagierte Christinnen und Christen die Welt verändern. So wie es im Moment in der Welt zugeht, kann es nicht bleiben. Wenn ein Christ in dieser Zeit an der Not der Ärmsten der Armen vorbeischaut, dann ist er in Wirklichkeit kein Christ!

Können wir nicht mehr dafür tun, dass diese Revolution der Liebe und Gerechtigkeit in vielen Teilen dieses gequälten Planeten Wirklichkeit wird? Die Soziallehre der Kirche kann so vielen Menschen helfen! Unter der bewährten Anleitung der Kardinäle Christoph Schönborn und Reinhard Marx hat sich ein Team an die Arbeit gemacht, um die befreiende Botschaft der katholischen Soziallehre vor die Jugend der Welt zu bringen. Dabei haben bekannte Wissenschaftler mitgearbeitet und auch Jugendliche. Junge Katholikinnen und Katholiken aus aller Welt haben ihre besten Fotos eingesandt. Andere Jugendliche haben über den Text beraten, ihre Fragen und Anregungen eingebracht und dafür gesorgt, dass man den Text gut verstehen kann. „Partizipation“ nennt das die Soziallehre: Beteiligung! Das Team hat ein wichtiges Prinzip der Soziallehre gleich selbst angewandt. So ist der DOCAT eine großartige Anleitung zum christlichen Handeln geworden.

Das, was wir heute katholische Soziallehre nennen, entstand im neunzehnten Jahrhundert. Mit der Industrialisierung war ein brutaler Kapitalismus aufgekommen: eine Menschen vernichtende Art der Wirtschaft. Gewissenlose Großindustrielle brachten die verarmte Landbevölkerung dazu, zu Hungerlöhnen in Bergwerken oder verrußten Fabrikhallen zu schuften. Kinder sahen das Licht des Tages nicht mehr. Sie wurden wie Sklaven unter die Erde geschickt, um Kohlewagen zu ziehen. Christen halfen in dieser Not mit viel Engagement, aber sie merkten, dass das nicht reichte. So entwickelten sie Ideen, auch gesellschaftlich und politisch gegen das Unrecht vorzugehen. Die eigentliche Gründungsurkunde der katholischen Soziallehre bleibt das Schreiben von Papst Leo XIII., Rerum Novarum, über die neuen sozialen Probleme aus dem Jahre 1891. Der Papst schrieb klar und unmissverständlich: „Dem Arbeiter den ihm gebührenden Verdienst vorenthalten ist eine Sünde, die zum Himmel schreit.“ Die Kirche setzte ihre ganze Autorität ein, um für die Rechte der Arbeiter zu kämpfen.

Weil die Nöte der Zeit es erforderten, wurde die katholische Soziallehre mit den Jahren immer weiter angereichert und verfeinert. Viele diskutierten über Gemeinschaft, Gerechtigkeit, Frieden und Gemein- wohl. Man fand die Prinzipien der Personalität, der Solidarität und der Subsidiarität, die auch der DOCAT erklärt. Aber eigentlich kommt die Soziallehre nicht von diesem oder jenem Papst oder diesem oder jenem Gelehrten. Sie kommt aus dem Herzen des Evangeliums. Sie kommt von Jesus selbst. Jesus ist die Soziallehre Gottes.

„Diese Wirtschaft tötet“, habe ich in meinem Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ gesagt, denn es gibt sie heute noch, „jene Wirtschaft der Ausschließung und der Disparität der Einkommen“. Es gibt Länder, in denen vierzig oder fünfzig Prozent der Jugendlichen ohne Arbeit sind. In vielen Gesellschaften werden alte Menschen aussortiert, weil sie scheinbar keinen „Wert“ haben und nicht mehr „produktiv“ sind. Ganze Landstriche werden entvölkert, weil die Armen der Erde in die Slums der Metropolen fliehen, in der Hoffnung, dort noch etwas zum Überleben zu finden. Die Produktionslogik einer globalisierten Wirtschaft hat die bescheidenen ökonomischen und landwirtschaftlichen Strukturen ihrer Heimatregionen zerstört. Etwa ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt mittlerweile vierzig Prozent des gesamten Weltvermögens, und zehn Prozent der Weltbevölkerung besitzen 85 Prozent. Andererseits „gehört“ der Hälfte der Weltbevölkerung gerade einmal ein Prozent an dieser Welt. Eins Komma vier Milliarden Menschen leben von weniger als einem Euro täglich.

Wenn ich Euch alle nun einlade, die Soziallehre der Kirche wirklich kennenzulernen, so träume ich nicht nur von Gruppen, die unter Bäumen sitzen und darüber diskutieren. Das ist gut! Macht das! Mein Traum ist größer: Ich wünsche mir eine Million junger Christen, ja am besten eine ganze Generation, die für ihre Zeitgenossen „Soziallehre auf zwei Beinen“ sind. Etwas anderes wird die Welt nicht verändern als Menschen, die sich mit Jesus für sie hingeben, die mit ihm an die Ränder gehen und mitten in den Schmutz hinein. Geht auch in die Politik und kämpft für Gerechtigkeit und Menschenwürde, gerade für die Ärmsten. Ihr alle seid die Kirche. Sorgt mit dafür, dass diese Kirche sich verwandelt, dass sie lebendig ist, weil sie sich herausfordern lässt von den Schreien der Entrechteten, von dem Flehen der Notleidenden und von denen, um die sich niemand kümmert.

Setzt Euch auch selbst in Bewegung. Wenn viele das gemeinsam machen, dann wird es besser werden in dieser Welt und die Menschen werden spüren, dass der Geist Gottes durch Euch wirkt. Und vielleicht seid Ihr dann wie Fackeln, die diesen Menschen den Weg zu Gott heller machen.

So gebe ich Euch dieses großartige kleine Buch, damit es ein Feuer in Euch entzündet. Ich bete jeden Tag für Euch. Betet auch für mich!

Euer