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Du willst dich in der Weitergabe des Glaubens engagieren?
Aber Du fühlst Dich allein? Dann schau Dir das Tandemprinzip an.
Schon Jesus hat seine Jünger nicht solo losgeschickt, sondern im Tandem ...

 
 
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Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.

LUK 10,1
 
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Das Tandemprinzip

Das Tandem Prinzip ist eines der wichtigsten Aufbauprinzipien von Jüngerschaft. Jünger werden durch Jesus berufen und gesendet. Charakteristisch ist: Jesus beruft die Jünger einzeln; er sendet sie aber zu zweit.

Lk 10,1: „Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.“

Das Besondere an Lukas 10,1 ist zudem der zweite Halbsatz: „... in die er selbst gehen wollte. Daraus kann man folgende Schlüsse ziehen:

  • Mission ist Vorbereitung für das, was Jesus selber tun möchte und allein nur tun kann. Das ist die erste Entlastung.
  • Die zweite Entlastung ist: Von allem Anfang an bricht Jesus die Not des Alleinseins in der Sendung. Er macht sie zu einem Gefährten-Auftrag, einer in Freundschaft zu vollbringenden Sache. Mission ist also eine gemeinschaftliche Aufgabe, ein Tandem-Job.
  • Zwei steht für mindestens zwei.
  • Der „andere“ kann beispielsweise die beste Freundin sein; es kann aber auch ein Mensch sein, von dem ich nur weiß, dass er für das gleiche Ideal, den gleichen Traum brennt: Jesus zu den Menschen zu bringen.
  • Einer ergreift die Initiative: „Sollen wir nicht gemeinsam ...? Alleine fehlt mir die Kraft, fehlen mir die Ideen, fehlt mir die Zeit!“
  • Wenn Ihr Euch entschlossen habt, zu zweit oder zu dritt etwas Schönes für Gott und die Menschen zu machen, dann geht zuerst ins Gebet, damit Ihr die Sicherheit gewinnt, dass dem Herrn gefällt, was ihr plant - und dass ihr mit Kraft und Gaben beschenkt werdet.

Was man in Gemeinschaft für das Reich Gottes vollbringen kann, erweist eine Geschichte, die von Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz berichtet wird. Nach ihrer Bekehrung 1554 war die nicht mehr ganz junge und kranke Teresa voller Tateneifer. Ihr (jüngerer) geistlicher Begleiter Johannes vom Kreuz erschrak zutiefst angesichts ihrer unglaublichen Dynamik: „Teresa, bedenke, du bist allein!“ Teresa konterte: „Wenn du mit mir gehst, sind wir zu zweit!“. Die Geschichte der Kirche kennt eine Fülle von Beispielen, in denen etwas durch Zweier-Verbindungen losging: Benedikt und Scholastika, Franz und Clara, Franz von Sales und Franziska Maria Chantal ... Vom Heiligen Philipp Neri wird das erstaunliche Diktum übermittelt: „Gebt mir zehn selbstlose Leute, das genügt mir, um mit diesen die ganze Welt zu bekehren.“

Was man im „Tandem“ missionarisch unternehmen kann:

  • Zwei lesen miteinander die Apostelgeschichte und lassen sich von der Hl. Schrift und vom Geist Gottes inspirieren, was sie tun könnten, um Zeugnis für ihren Glauben abzulegen.
  • Zwei gründen miteinander einen Gebetskreis für einen Erweckung ihrer Gemeinde.
  • Zwei laden Jugendliche ein, um mit ihnen nach Taizé zu fahren. Oder zum Pfingsttreffen der Lorettogemeinschaft in Salzburg. Oder nach Medjugorje. Oder zur MEHR-Konferenz in Augsburg. Oder zum Key2Life Festival in Marchegg. Oder zum Adoray nach Zug/CH. Oder ...
  • Zwei nehmen Kontakt zu „Nightfever“ auf, um in ihrer Gemeinde ein „Nightfever“ zu organisieren.
  • Zwei führen einen YOUCAT-StudyGroup durch.
  • Zwei organisieren mit Freunden ein „Glaubenscamp“ (50 % Urlaub/ 50 % Training in Bibel und Katechese).
  • Zwei drehen einen Videoclip mit christlichen Inhalten.
  • Zwei …

Im Tandem gibt es unendlich viele Möglichkeiten etwas für Gott und die Menschen zu machen. Wichtig ist, dass „Mission“ in Gemeinschaft geschieht und zu neuer Gemeinschaft führt.